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„Den Stoffwechsel aus dem Keller locken”

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Wer zuwenig isst, kann damit seinen Stoffwechsel gründlich ruinieren – der brennt dann nur noch auf Sparflamme.

Diäten basieren fast immer auf dem gleichen Konzept: einer pauschalen Kalorienreduktion. Wer so eine macht, treibt seinen Körper in eine Hungersnot: Das Gehirn und die inneren Organe erhalten zu wenig Nähr- und Vitalstoffe. Darauf reagiert der Organismus mit einem Notprogramm:  Er fährt seinen Bedarf herunter und baut energiefressende Strukturen wie Muskeln ab, damit er kostengünstiger über die Runden kommt.

Das bedeutet, der Körper kommt dann mit weniger Nahrung aus.
Es ist ein Trugschluss, dass man nur noch 850 Kilokalorien täglich essen sollte, um nicht wieder zuzunehmen.  Der Körper hat Angst vor der nächsten Hungersnot und spart sicherheitshalber weiter. Bekommt er dann mehr, weil Sie wieder normal essen, legt er den Energieüberschuss als Notreserven an. Vor allem in Form von Fett – der berühmte  Jo-Jo -Effekt. Der Stoffwechsel ist also lernfähig. Die gute Nachricht ist: Wir können ihn auch in die positive Richtung drehen.

Was muss ich tun, um meinen schlummernden Stoffwechsel wieder aufzuwecken?

Als Erstes musst du deinem Körper seinen Grundbedarf wiedergeben, damit er nicht mehr hungert. Der errechnet sich aus der Körpergröße in Zentimetern minus Hundert, multipliziert mit 24. Ein Mensch von 1,70 Meter Körpergröße hat also einen Grundbedarf von fast 1700 Kilokalorien am Tag. Das ist auch der übliche Tageswert der 8wp Ernährung.


Übergewichtige Menschen haben also keinen höheren Grundbedarf  als schlanke?

Nein, und das liegt daran, dass Übergewichtige so viel passive Masse haben. Fettzellen haben keinen nennenswerten Kalorienbedarf. Ganz anders Muskelzellen: Von denen verbrennt jedes Kilo 50 Kilokalorien am Tag – auch in Ruhe. Das klingt erst mal nicht viel – übers Jahr gerechnet summiert sich das aber ganz erheblich. Das Ziel beim Abnehmen ist, Fett  durch Muskelmasse zu ersetzen. Auf diese Weise verändere ich meinen Stoffwechselmotor so, das er rund um die Uhr mehr Sprit verbraucht. Er bekommt gewissermaßen mehr Hubraum.

Das klingt nach Arbeit!

Abnehmen ist kein Zuckerschlecken, das stimmt. Dazu sollten wir mindestens vier Mal pro Woche alle großen Muskelgruppen trainieren. Da darf es schon ein bisschen zur Sache gehen – die Muskeln sollten richtig brennen. Der dafür nötige Zeitaufwand ist allerdings nicht besonders groß – unsere Workout Videos unterstützen dich dabei.

Trainierte Muskeln sind aber erst die halbe Miete.

Sicher, on top kommt Ausdauertraining. Dafür sollten wir auch drei bis viermal wöchentlich  30 bis 45 Minuten einplanen. Durch ein solches Ausdauertraining tune ich meinen Stoffwechselmotor.

Nun mal Klartext:  Wie schnell nehme ich auf diese Weise ab?

Ein halbes Kilo pro Woche ist realistisch – so geht das Abnehmen auch nicht auf Kosten der Muskulatur. Stell dir vor :Ein Kilogramm Körperfett entspricht 7000 Kilokalorien. Fünf Kilogramm Fett pro Monat kriegen wir einfach nicht verbrannt, das funktioniert nicht.

Das Abnehmen dauert also ein bisschen – ganz kurzfristige Erfolge darf man nicht erwarten. Man hat sich seine Kiste ja auch nicht innerhalb von zwei Monaten angefuttert, sondern in 10 bis 15 Jahren. Aber wenn ich mich darauf einlasse, dann locke ich den Stoffwechsel nachhaltig aus dem Keller und brauche nie wieder eine Diät machen.